Die Geschichte der Jechtinger Weinmanufaktur reicht zurück bis 1924. Damals gründeten 30 Winzer im Weinort Jechtingen eine Genossenschaft. Nach Jahrzehnten sagte man der Ausbau der Weine in privaten Kellern ade: 1962 entstand eine zentrale Kellerei, die seither in mehreren Schritten erweitert und modernisiert wurde. 2011 fusionierte die ursprüngliche Genossenschaft mit derjenigen aus dem nahegelegenen Amoltern. Im Oktober 2022 erfolgte die Umbenennung in Jechtinger Weinmanufaktur. Heute pflegen rund 340 Winzerinnen und Winzer die rund 240 Hektar Rebflächen rund um Jechtingen und Amoltern. Das besondere Terroir — geprägt von Vulkangestein, Lehmböden und mediterranem Klima — liefert ideale Bedingungen für Trauben mit Charakter. Unter klassischen Lagen wie Eichert, Hochberg, Steingrube und Amolterer Steinhalde entstehen Weine mit Ausdruck und Tiefe. Die Rebsorten-Verteilung liegt bei etwa 33 % Spätburgunder, 27 % Grauburgunder, 16 % Weißburgunder und 14 % Müller‑Thurgau — ergänzt durch Sorten wie Gewürztraminer, Muskateller, Chardonnay oder Silvaner. Neben klassischen Qualitätsweinen produziert die Manufaktur auch Bio‑Weine und aktuelle Weinlinien mit nachhaltigem Anspruch. Die Weine reichen von frisch‑fruchtigen Weißweinen über elegante Burgunder bis zu kräftigen, mineralisch geprägten Rotweinen — stets mit typischem Kaiserstuhl‑Charakter.