DOCa Rioja

Ihren Namen soll die nordspanische Provinz dem Ebro-Zufluss Río Oja verdanken. Ihren Weltruhm verdankt sie dem Wein. Die D.O.Ca Rioja ist Spaniens bedeutendstes Qualitätsweinbaugebiet. Unangefochten. Bereits während der Reblausplage hatten verzweifelte Bordeauxhändler hier den siechen Vorrat gedeckt. Im Gegenzug 'exportierten' sie neueste Kellertechnik und machten damit die Rioja zum spanischen Weinbaupionier. Ihr größter Schatz aber ist sie selbst. Lage, Klima, Boden in jeder Kategorie erhält die Rioja Bestnoten! Die Reben wachsen in 300 bis 800 Metern Höhe, mal auf fruchtbarem Schwemmland im südlichen Ebro-Tal (Rioja Baja), dann wieder auf kargem Kalklehm oder eisenhaltigen Böden in den weiter nördlichen, höher gelegenen Gebieten (Rioja Alta, Rioja Alavesa). Das Klima ist für spanische Verhältnisse fast kühl, geschützt vom Kantabrischen Gebirge trocken und kontinental, aber auch maritim beeinflusst. In Summe Topbedingungen für eine gute, gleichmäßige Reife der Trauben. Die Winzer zaubern daraus die grandiosen Rioja-Weine. In einer großen Vielfalt von Stilen von traditionell bis modern, doch immer der Qualität verpflichtet. Obwohl man alle drei Farben produziert, dominiert glasklar der Rotwein und Tempranillo gibt den Ton an. In den klassischen Cuvées ist er stets Seniorpartner, wenn nicht Solist. Wird er vermählt, dann am liebsten mit Graciano, Mazuelo oder Garnacha. Laut D.O.Ca-Vorschriften kommt junger Rioja nicht ins Holz, während Crianza, Reserva und Gran Reserva im Eichenfass (meist amerikanische Eiche) reifen. Die für Rioja vorgeschriebenen Fasszeiten liegen über den Vorgaben für Gesamtspanien. So bleibt roter Rioja Crianza zwölf, statt sechs Monate im Holz, Gran Reserva zwei Jahre, statt achtzehn Monate.