Vega Sicilia

Spanien / DO Toro

Die Geschichte des Weingutes Vega Sicilia geht auf das Jahr 1842 zurück, als Don Toribio Lecanda karges Weideland am Ufer des Duero kaufte. Damals ahnte er nicht, dass er hiermit den Grundstein zu einem Mythos legte. Ein "spanischer Bordeaux" war geboren. Don Toribio ging nach Bordeaux, um dort Rebsetzlinge der Sorten Cabernet Sauvignon, Carmenère, Malbec, Merlot und Pinot Noir zu kaufen. Hauptrebsorte bleibt jedoch der spanische Tempranillo, der hier Tinto Fino genannt wird. Im Jahr 1915 wurde der erste Vega Sicilia auf den Markt gebracht. Seit 1982 ist Vega Sicilia im Besitz der Familie Álvarez. Pablo Álvarez leitet mit großem Enthusiasmus die Geschicke des Weingutes, seit 1998 gemeinsam mit Xavier Ausás, dem hauptverantwortlichen Oenologen. Das Weingut ist ein altes Gebäude aus dem Jahr 1846, dessen Fassade und Großteile des Innern komplett erhalten geblieben sind. Aufwendige Renovierungsmaßnahmen haben daraus ein wahres Juwel gemacht. In den Kellern liegen ca. 4000 Barriquefässer, in denen einer der legendärsten Weine Spaniens reift.

 

Der kraftvolle Wein aus dem Toro Gebiet ist Pablo Álvarez’ neuestes Projekt. Was 1997 versuchsweise begann, bekam im Lauf einer intensiven Experimentierphase rasch feste Konturen. Inzwischen hat Vega Sicilia 96ha Rebland in der Region erstanden; die Hälfte davon mit 25-45 Jahre alten Rebstöcken bepflanzt. Auch eine neue Weinkellerei wurde nahe der Stadt San Román de Hornija erbaut, wo ca. 90% der Weingärten liegen. 2001 ist der erste Jahrgang von "Pintia", der sofort wahre Begeisterungswellen unter der Weinfachwelt auslöste! Den Namen hat man der vacceo-römischen Stadt Pintia entliehen. Vega Sicilia ist hier schon seit Jahren Mitfinanzierer der archäologischen Grabungen der Universität von Valladolid.