Marlborough

Neuseeland, das südöstlich von Australien die Tasmanische See vom Pazifik trennt, hat sich mit kraftvollen Schritten aus dem Schatten des großen Nachbarn herausgekämpft. Als international anerkanntes Qualitätsweinbaugebiet fürchtet die Doppelinsel keine Konkurrenz weder aus Neuer noch aus Alter Welt. Bereits 1819 wurden die ersten Reben gepflanzt. Doch es musste noch einige Zeit ins Land gehen, bis man erkannte, wie hervorragend sich das vorherrschende kühle maritime Klima für die Erzeugung hochwertiger Weinqualitäten eignet.

 

Anfang der 1990er-Jahre erlebte Neuseeland einen regelrechtren Weinbauboom, inzwischen beträgt die Anbaufläche fast 32.000 Hektar. Besonders die weißen Rebsorten profitieren von den Klimabedingungen der Inseln. Die frischen, fruchtbetonten, rassigen Weine machen gut zwei Drittel der Gesamtproduktion aus. Elegante Rotweine werden zunehmend aus Pinot Noir gekeltert, der hier komplexe Qualitäten voller Finesse erbringt. Als beste Regionen gelten Marlborough, "die Sauvignon-Blanc-Weltmetropole im Nordosten der Südinsel sowie Hawkes Bay im Südosten der Nordinsel.