Laroche

Frankreich / Südfrankreich

Das Languedoc, das sich im Süden Frankreichs zwischen Mittelmeerküste, Rhône, Massif Central und den Pyrenäen aufspannt, zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Europas. Bereits die Römer hatten hier Rebstöcke angepflanzt. Und obwohl in den letzten Jahren massiv Flächen abgebaut wurden, umfasst es mit rund 220.000 Hektar Rebland noch immer gut ein Viertel der französischen Gesamtrebfläche und liefert mehr als ein Drittel der französischen Gesamtproduktion.

 

Sein mediterran geprägtes Klima, seine Weite und die eindrucksvolle Vielfalt seiner unterschiedlichen Terroirs machen das Languedoc zu einem europäischen Weinbauparadies. Kein Wunder, dass solche Bilderbuchbedingungen auch Winzer anderer Regionen anlocken. Michel Laroche zum Beispiel. Den Besitzer der renommierten Domaine Laroche in Chablis, im nördlichen Burgund reizte neben Klima und Böden vor allem die besondere Kombination aus langer Weinbautradition und 'moderner Freiheit' bei der Weinbereitung, die man einem Produzenten südfranzösischer Landweine gewährt.

 

Im Jahr 1995 erwarb Laroche ein eigenes Weingut im Languedoc, das Mas La Chevalière bei Béziers, um hier alle diese Elemente (ergänzt um seine eigene Meisterschaft als Winzer) zu Weinen mit individueller Persönlichkeit zu vereinen: Weine, die ihren Sorten- und Herkunftscharakter vom Weinberg in den Keller und auf die Flasche bringen. Um die explizit gesuchte Freiheit bei Anbau und Auswahl der Rebsorten, Lagen, Böden, Mikroklimate zu bewahren, löste sich Michel Laroche gleich zu Beginn vom herrschenden Appellationssystem und bringt seine Weine ungeachtet ihrer hochwertigen Qualität nicht als AOP, sondern IGP Pays d'Oc Landweine (ehemals Vin de Pays d'Oc) in den Handel.