Château Castera

Frankreich / Bordeaux

Die Ursprünge des Château Castera reichen zurück bis ins Jahr 900. Damals gehörte Castéra zum Besitz der Familie Lilhan, die auch die Kirche von Saint-Germain erbauen ließ. Unter den zahlreichen Eigentümern ist übrigens auch Thomas de Montaigne, der Bruder des berühmten Philosophen Michel de Montaigne zu finden. Thomas erwarb im Jahr 1563 den Besitz und sein Bruder Michel verfasst hier später einen Teil seiner "Essais. Größere Bemühungen um die Weinkultur verdankt Castera dagegen Emilien Destanque, der das Gut im frühen 20. Jahrhundert bewirtschaftete. Doch erst mit Monsieur Degonde, der Château Castera 1922 in Besitz nimmt und rund fünfzig Jahre in der Familie bewahrt, erlebt das Weingut einen spürbaren Aufschwung im Hinblick auf die Qualität, aber auch Bekanntheit seiner Weine, die 1932 mit der Klassifizierung zum "Cru Bourgeois ihren vorläufigen Höhepunkt findet.

Im Jahr 1973 erwirbt der russische Weinhändler Alexis Lichine das Château und macht es nun auch international bekannt. 1986 schließen sich Carl E. Press und Dieter Tondera zusammen, um Lichine das Château wieder abzukaufen und es mit aufwändigen Umbauarbeiten im Château, in den Weinbergen und sämtlichen Kellereianlagen auf Spitzenniveau zu bringen. Unterstützt von dem renommierten Önologen Boissenot verleihen sie ihren Weinen den letzten Schliff. Im Jahr 2010 wird Carl E. Press' Sohn, Thomas C. alleiniger Besitzer des Château Castera. Er gibt dem Schloss nochmals eine neue Dynamik, indem er es kompromisslos auf maximale Spitzenqualität einschwört (Beispiel Parzellenauslese oder rigoroses Aussortieren des Leseguts). Ein Aufwand, dem Château Castera sein internationales Renommee verdankt: in mehr als zwanzig Ländern der Welt vertreten, verteidigt Château Castera ebenso ehrgeizig wie erfolgreich seinen alten und erneut anerkannten Titel des "Crus Bourgeois". Der Zweitwein heißt 'Marquis de Castera'.