Chile

Waren es seine sandigen Böden oder doch die isolierte Lage, die Chile vor der Reblaus verschonten? Wer weiß. Sicher ist, dass dieses von der Atacama-Wüste im Norden, den Anden im Osten, der Antarktis im Süden und dem Pazifik im Westen nahezu hermetisch abgeschlossene Land perfekte Weinbaubedingungen bietet. Auf einem hunderte von Kilometern langen Streifen ziehen sich die Weinberge von Nord nach Süd und sind die Reben unterschiedlichsten Klimabedingungen ausgesetzt.

 

Zum einen, wegen der nach Süden hin stetig abfallenden Temperaturen, zum anderen, wegen der unterschiedlich starken Einflüsse vom Pazifischen Ozean und den hoch aufragenden Anden, die zum Abend kalte Winde in die Weinberge wehen und die Temperaturen zwischen Tag und Nacht um bis zu 20 °C schwanken lassen. Wasserversorgung ist kein Problem. Das Schmelzwasser der Anden füllt die Flüsse und kann mithilfe eines uralten, bereits in der Inkazeit entwickelten Bewässerungssystems, direkt in die Weinberge geleitet werden.